Württembergisches Psychiatriemuseum Zwiefalten

30. November 2005 bis 18. April 2006


Während der Recherchen für unsere Ausstellung standen wir in intensivem Kontakt mit den Mitarbeitern der Bibliothek der Münsterklinik Zwiefalten in Baden-Württemberg, die uns wichtige Dokumente zur Verfügung stellten. Bereits damals bekundeten sie Interesse daran, die Ausstellung in das Württembergische Psychiatriemuseum, das an die Anstalt angeschlossen ist, zu holen.

Unser Besuch in Zwiefalten im November 2005 war für uns etwas ganz Besonderes, da dort die Verbindung zwischen den Geschehnissen und der Ausstellung am unmittelbarsten zu erleben war. Das Psychiatriemuseum befindet sich in der ehemaligen Sezierhalle und Aufbahrungskapelle neben dem Friedhof. In direkter Nähe ist die Anstalt, in der die beiden in der Ausstellung gezeigten Männer, Franz Grüner und Pepi Demetz, mehrere Jahre beziehungsweise Jahrzehnte gelebt haben. Der Besuch in Zwiefalten war in gewisser Weise eine Rückkehr an einen Ort, den wir während unserer Recherchen durch alte Fotografien und Erzählungen der Zeitzeugen schon ein Stück weit kennen gelernt hatten. Die einprägendsten Erlebnisse während dieses Besuchs waren wohl die Gespräche mit Einwohnern, die deutlich machten, wie sehr Pepi Demetz heute noch im kollektiven Gedächtnis des Dorfes weiterlebt.

In Zwiefalten stand unsere Ausstellung erstmals nicht für sich allein, sondern belegte innerhalb des Museums den Raum für Wechselausstellungen und fügte sich somit in die allgemeine Geschichte ein. Die Eröffnung am 29. November 2005 fand in einem kleinen, aber sehr persönlichen und überaus herzlichen Rahmen statt, wobei die stimmungsvolle Musik der anstaltsinternen Band „Timschal“ eine einzigartige Atmosphäre schuf.

Aufgrund der Entfernung und der langen Ausstellungsdauer konnten wir die Betreuung erneut nicht persönlich übernehmen, sondern übergaben diese in die Hände der sowohl inhaltlich als auch technisch erfahrenen Mitarbeiterin des Museums Ingrid Dümmel. Nach Ablauf der Ausstellungszeit erzählte sie, dass unter den BesucherInnen Schulklassen, unter anderem auch aus Pflegeschulen der näheren Umgebung, sowie ärztliche Direktoren aus Polen, aber auch Patienten der Klinik, deren Angehörige und Einheimische befanden.

Zahlen zur Ausstellung

29. Novemer 2005 bis 18. April 2006
Gäste bei der Eröffnung: ca. 40
AusstellungsbesucherInnen: 370
Schulklassen: 5

Presseberichte

Schwäbische Zeitung, 1. Dezember 2005
Albbote, 1. Dezember 2005
Reutlinger General-Anzeiger, 5. Januar 2006

Für das Gelingen der Ausstellung bedanken wir uns besonders bei: