
Ein Projekt der Universität Innsbruck
Die Dolomiten
7. April 2006
Euthanasie-Ausstellung über Opfer aus Tirol, Vorarlberg, Südtirol
Im Lern- und Gedenkort Schloss Hartheim in Oberösterreich ist ab Ende April eine Ausstellung über Opfer der NS-Euthanasie aus Tirol, Vorarlberg und Südtirol zu sehen. Es handelt sich um ein Geschichteprojekt einer engagierten Studentengruppe aus Innsbruck.Weitere Infos auf der Website von Schloss Hartheim Die Ausstellung „Ausgelöscht“ vermittelt das Thema NS-Euthanasie anhand von sechs Lebensgeschichten von Menschen und ihrer Angehörigen. Sie zeigen, wie schnell und willkürlich Menschen in der NS-Zeit für „lebensunwert“ erklärt werden konnten und wie dies Auswirkung auf das Leben der Familien hatte. In Hartheim haben die Nationalsozialisten zwischen 1940 und 1944 rund 30.000 Menschen ermordet, die sie als „lebensunwertes Leben“ eingestuft hatten.
Die Schau war der Beitrag des Institutes für Geschichte zu den Aktionstagen der „Jungen Uni 2004“. Bei diesen Aktionstagen, die es seit 2001 gibt, steht die Franzens Universität an zwei Tagen im November für Schulklassen und Familien offen und gewährt Einblicke in ihre vielfältigen Forschungsgebiete. Ausgehend von einem Besuch in Hartheim entschloss sich eine Studentengruppe, das Thema NS-Euthanasie mit besonderer Berücksichtigung des Raumes Tirol, Vorarlberg und Südtirol aufzubereiten. Über einen Aufruf in regionalen Zeitungen konnten auch Zeitzeugen gefunden werden, deren Erzählungen Eingang in die Ausstellung fanden.
„Ausgelöscht. Opfer der NS-Euthanasie aus Tirol. Vorarlberg und Südtirol“ vom 21. April bis zum 18. Juni 2006 in der Sala Terrena des Schlosses Hartheim; Montag und Freitag von 9.00 bis 15.00 Uhr geöffnet, Dienstag bis Donnerstag von 9.00 bis 16.00 Uhr und Sonntag von 10.00 bis 17.00 Uhr.
Text übernommen aus: Die Dolomiten, 07.04.06